Kreisliga A Hunsrück/Mosel – Der 22. Spieltag in der Fußball-Kreisliga A Hunsrück/Mosel hatte einige Überraschungen und kuriose Spiele parat. Aus dem Spitzenquartett konnte nur Oberwesel gewinnen, das aber erst kurz vor dem Ende. Spitzenreiter Sohren verspielte eine 3:0-Pausenführung gegen Vordereifel, Schlusslicht Unterkülztal feierte den zweiten Saisonsieg.

TSV Emmelshausen II – SV Niederburg 2:1 (0:1). Emmelshausen schob sich mit einem verdienten Heimsieg auf Platz sieben in der Tabelle vor. Im Duell gegen Niederburg sahen beide Trainer einen verdienten Sieger. TSV-Spielertrainer Reyad David zählte bereits in der ersten Halbzeit einige gute Chancen für seine Mannschaft, trotzdem führten die Gäste per Foulelfmeter. Eine Konterchance ließ Niederburg liegen, sodass Emmelshausen in Hälfte zwei das Spiel drehen konnte. „Wir haben in der ersten Halbzeit schon gut gespielt, nach Chancen kann es 4:1 für uns stehen. Auch danach haben wir weiter gedrückt“, fand David. Sein Kollege Andreas Auler ärgerte sich: „Die Niederlage geht total in Ordnung. Für einige reicht es nicht für die A-Klasse, die vielen Verletzten sind keine Entschuldigung. Da war kein Zweikampfverhalten, keine Einstellung, keine Laufbereitschaft.“

SV Oberwesel – SG Cochem/Klotten 1:0 (0:0). Unterschiedliche Spielansichten auch in Oberwesel: Die Gastgeber verschossen in der ersten Halbzeit einen Elfmeter und mussten bis zur 86. Minute auf das erlösende 1:0 warten. „Der Cochemer Torwart hat sie in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten. Cochem hat mit seinen Mitteln gut gekämpft. Wir haben uns sehr schwer getan, das war ein Holperstart. Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Trotzdem hatten wir wesentlich mehr Ballbesitz und waren überlegen“, sagte SV-Übungsleiter Patrik Welches. Cochems Coach Andreas Heyl sah die Sache ausgeglichener: „Das war ein richtig gutes Spiel von uns. Es gab Chancen auf beiden Seiten. Sie hatten den überragenden Christoph Braun, der den entscheidenden Pass spielt. Sonst hätten sie kein Tor mehr geschossen.“

SG Sohren/Niedersohren/Büchenbeuren – SG Vordereifel 3:3 (3:0). Ein verrücktes Spiel: Nach der ersten Halbzeit führte der Tabellenführer deutlich mit 3:0, ein Kantersieg deutete sich an. Doch nach dem Wechsel ließ Sohren überraschend nach, während die Gäste wie ausgewechselt aus der Kabine kamen. Kurios: In der letzten Sekunde traf Gästekeeper Daniel Wilhelmy nach einer Ecke zum 3:3-Endstand. Vordereifels Coach Lothar Schenk war entsprechend glücklich über den späten Punktgewinn: „Wir haben super Moral bewiesen. Nach der ersten Halbzeit habe ich mich an das 0:8 in Boppard erinnert. Da war ein Klassenunterschied erkennbar, Sohren hätte noch höher führen können. Wir sind wie verwandelt aus der Kabine gekommen, waren viel aggressiver.“ Sohrens Coach Ulli Weckmann war bedient und „bitterböse enttäuscht“ von seiner Mannschaft: „Wir haben sie beherrscht, der Gegner war tot. Ich bin nach dem Spiel direkt nach Hause gefahren, sonst wäre mir der Gaul durchgegangen. Was sich da abgespielt hat, war unbeschreiblich. So kann man nicht auftreten, das kotzt mich richtig an. Das grenzt an Lachhaftigkeit, wie viel Aufwand wir betreiben müssen, um ein Tor zu schießen – und wie einfach es der Gegner hat, unser Tor zu treffen.“

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Quelle: Rhein-Zeitung Online, Sport, Regionales

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