Bezirksliga
Rheinböllen empfängt Mendig – Beide seit elf Wochen unbesiegt

Rheinböllen. Am Sonntagmorgen wird eine Platzkommission entscheiden, ob das Duell der besten Aufsteiger in der Fußball-Bezirksliga stattfinden kann: Wenn ja, treffen mit Gastgeber TuS Rheinböllen und der SG Mendig am Sonntag (14.30 Uhr) zwei Mannschaften aufeinander, die das Gefühl einer Niederlage gar nicht mehr kennen.

Es war der 10. September, als Mendig zum letzten Mal unterlag – mit 0:1 in Emmelshausen. Keine 24 Stunden später ereilte Rheinböllen das gleiche Schicksal – 1:3 in Rot-Weiß Koblenz. Doch seit diesem zweiten September-Wochenende wird in Rheinböllen (seitdem fünf Siege und vier Remis) und in Mendig (seitdem acht Siege und zwei Unentschieden) nur noch gejubelt.

Doch jede Serie findet irgendwann ihr Ende. Während Mendig die Liga mit Offensivfußball durcheinanderwirbelt, fast keine Schwächen zeigt und sich mittlerweile zu einem ernsthaften Titelkandidaten aufgeschwungen hat, geht in Rheinböllen die „Tendenz nach unten“, wie Spielertrainer Ercan Özcep sagt: „Wir müssen uns schon enorm steigern, um gegen Mendig bestehen zu können. Uns ist in den vergangenen Wochen etwas die Souveränität verloren gegangen.“

Verloren hat der TuS dennoch nicht, auch wenn er nach 74 Minuten – wie vor sechs Tagen in Kobern-Gondorf – mit 2:5 zurücklag. Am Ende erkämpfte sich Rheinböllen noch ein unglaubliches 5:5. „Wir haben derzeit eine total verrückte Truppe, die einen unbändigen Willen auszeichnet“, schwärmt Özcep von seinem Team, das in Kobern allerdings dezimiert wurde: Keeper Andreas Acht spielte trotz Adduktorenbeschwerden, er holte sich eine Zerrung. Bastian Zinß hütet für Acht das Tor. Auch Stürmer Frank Kasper hat sich gezerrt, er fällt ebenso aus wie Defensivmann Matthias Barth (Schienbeinprellung). Dafür kehrt Christian Hofrath in die Startelf zurück.

Mendigs Trainer Wolfgang Müller hält sich trotz der famosen Serie in Sachen Meisterschaft übrigens bedeckt: „Wir schauen nicht in die Ferne und nicht auf die Tabelle. Mit Spekulationen befassen wir uns gar nicht. Für uns geht nur darum, in Rheinböllen die Auswärtsbilanz weiter auszubauen.“ mbo

Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 27. November 2010, Seite 12

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