Bezirksliga Mitte: Hammen sitzt beim Biebertaler Start daheim gegen die SG Moselkern auf der Bank

Biebern. Noch vor sechs Wochen hätte Biebertals Trainer Elmar Walter über den Gegner am morgigen Sonntag (14.30 Uhr), die SG Moselkern/Müden, wohl mehr zu berichten gewusst als über seine eigene Mannschaft. Das sollte nach der Vorbereitung auf die harte Saison in der Fußball-Bezirksliga Mitte nun allerdings anders sein.

Der Ex-Bremmer Walter konnte sich mittlerweile natürlich ein Bild von seiner Spvgg machen und kommt vor dem Auftaktspiel zu folgendem Urteil: „Die Qualität ist gut, aber in der Breite fehlt es.“ Und so kann es gut sein, dass Walter bereits gegen Moselkern zu Kompromissen gezwungen ist – wie eigentlich in jedem der Testspiele, in denen er nie mit der Wunschformation spielen konnte. Am Sonntag fallen Gerit Rutz, Patrick Scheerer und Christoph Neujahr verletzt aus, Fragezeichen stehen hinter Christian Herrmann und Christian Lautenschläger – zweifelsfrei Spieler, die Walter zu den ersten Elf zählt. Dazu gehört auch erst einmal Torhüter Julian Retzmann, der das Rennen gegen Routinier Andreas Hammen für sich entscheiden konnte. „Julian macht auf mich zur Zeit den stärkeren Eindruck“, begründet Walter seine Entscheidung, sagt aber auch: „Das muss kein Dauerzustand sein. Ich will immer die besten Elf auf den Platz schicken.“

Ob Biebertals neuer Coach Elmar Walter Halt braucht oder sein Bezirksliga-Team nicht zu halten ist, entscheidet sich morgen ab 14.30 Uhr daheim gegen Moselkern. M Foto: Hardy Beissel

Ob Biebertals neuer Coach Elmar Walter Halt braucht oder sein Bezirksliga-Team nicht zu halten ist, entscheidet sich morgen ab 14.30 Uhr daheim gegen Moselkern. M Foto: Hardy Beissel

 

Und die sollen gegen Moselkern, das zum Kreis der abstiegsgefährdeten Teams zählt, einen Dreier einfahren. Immerhin warten danach mit Immendorf, Sargenroth, Rot-Weiß Koblenz und Emmelshausen andere Kaliber. „Da kann man auch schnell mal zwei, drei Spiele in Folge verlieren“, prophezeit Walter. Eigentlich ist er aber Optimist und hält die erste Aufgabe für lösbar. „Wenn wir konzentriert auftreten, dann sollte das mit dem Sieg klappen.“ Doch er warnt vor der Gefahr, die ein vermeintlich leichter Gegner mit sich bringt. „Verliert man, kommt man ganz schnell in Erklärungsnöte.“

Das gestaltet sich bei den Gästen anders: Die kommen ohne große Erwartungshaltung in den Hunsrück. Die ohnehin schon dünne Spielerdecke droht durch einige Ausfälle noch dünner zu werden. Dominik Hartmann, Jochen Möntenich und Stephan Schlüter sind angeschlagen, Sebastian Sturm fehlt. Vor dem Hintergrund sagt SG-Trainer Frank Hartmann: „Ich kann nicht erwarten, dass wir ein super Spielverständnis und Traumkombinationen an den Tag legen.“ (ter)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 7. August 2010, Seite 11

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