Kreisliga C Hunsrück – Spannender Zweikampf in der Fußball-Kreisliga C Hunsrück: Der VfR Dickenschied führt das Klassement zur Winterpause mit zwei Punkten Vorsprung auf Türkgücü Simmern an. Doch Türkgücü hat noch ein Nachholspiel gegen die Sportfreunde Mastershausen II in der Hinterhand. „Das werden sie gewinnen“, glaubt Dickenschieds Trainer Guido Wies. Die Duelle untereinander sind bereits ausgefochten, Türkgücü und Dickenschied gewannen je eine Partie. Wies weiß: „Wir müssen auf einen Ausrutscher von Türkgücü hoffen, um den einen Zähler aufzuholen. Ich gehe aber fest davon aus, dass wir am Ende oben stehen.“ Türkgücüs Spielertrainer Tamer Alimci setzt auf seine Mannschaft: „Wir werden auf jeden Fall Meister.“ Der Blick zurück auf den bisherigen Saisonverlauf in der Kreisliga C Hunsrück:

Der Titelkampf

Wer wird denn nun Meister? Der VfR Dickenschied oder doch Türkgücü Simmern? „Wir sind einen Tick stärker besetzt“, sagt Dickenschieds Coach Wies. „Wir sind zu stark für die C-Klasse, das wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen, aber wir packen das“, hält Türkgücüs Spielertrainer Alimci dagegen. In den direkten Duellen steht es jedenfalls unentschieden: Am ersten Spieltag gewann Türkgücü in Schnorbach mit 2:1, zu Beginn der Rückrunde konterte Dickenschied auf eigenem Geläuf auch mit einem 2:1-Sieg – und übernahm die Tabellenführung. „Dickenschied hat uns im Rückspiel niedergekämpft. Wenn es nur über den Kampf geht, haben wir noch Probleme“, kennt Alimci eine Schwachstelle bei seiner Elf. Wies trauert dem Saisonauftakt nach: „Bei Türkgücü war ein Punkt drin.“ Vielmehr ärgerte ihn aber die zweite und letzte VfR-Niederlage am zweiten Spieltag: Daheim unterlag Dickenschied dem TuS Rheinböllen II mit 2:3. Bereits zur Pause stand es 0:3, der VfR läutete die Aufholjagd zu spät ein – und gönnte sich den obligatorischen Fehlstart. Auch in der Vorsaison hinkte man der Konkurrenz – allen voran dem späteren Meister Sportfreunde Mastershausen – früh hinterher. Am Ende reichte es nur zu Platz zwei, in der Relegation verpasste Dickenschied den Aufstieg. „Ich weiß nicht, woran es liegt, dass wir uns immer einen Fehlstart leisten“, rätselt Wies. Immerhin: Nach dem doppelten Pleitenauftakt feierte sein Team bis zur Winterpause zehn Siege in Serie. Die Rückkehr in die Erfolgsspur erklärt Wies so: „Wir haben viel intensiver trainiert, uns in punkto Kurzpassspiel und Kondition stark verbessert.“ Dickenschied steht ganz oben, weil Türkgücü sich neben dem 1:2 im direkten Duell einen weiteren Patzer erlaubte: Beim TuS Ellern spielte die Alimci-Elf nur 2:2. „Das waren Dämpfer zur rechten Zeit“, glaubt Tamer Alimci, der nur achtmal mitspielte, allerdings dabei 21 Tore markierte. Zu den Wechselgerüchten zu seiner Person – Südwest-Landesligist SV Oberkirn soll an Alimci interessiert sein – sagt der Torjäger: „Ich bleibe auf jeden Fall bis Saisonende bei Türkgücü. Wenn wir aufsteigen, sogar noch länger.“

Die Verfolger

Die SG Unterkülztal II und die SG Sohren/Niedersohren/Büchenbeuren II haben sich an die Fersen des Topduos geheftet. Doch die Titelfavoriten sind anscheinend zu stark für die beiden Verfolger. Der Beleg: Sowohl Unterkülztal II als auch Sohren II gönnten sich ihre einzigen Niederlagen gegen Dickenschied und Türkgücü. Im direkten Duell trennte man sich in Niedersohren mit einem 2:2-Remis.

Der große Rest

Vom Tabellenfünften TuS Rheinböllen II bis zum Tabellenelften und Schlusslicht Sportfreunde Mastershausen II verteilt sich der Rest der Liga. Rheinböllen startete stark, gewann in Dickenschied 3:2, baute dann aber zunehmend ab: Gegen Türkgücü (1:5), Unterkülztal II (4:7) und Sohren II (0:3) setzte es deutliche Niederlagen für die Bezirksliga-Reserve. Die Erstgarnituren des TuS Ellern, der SG Frankweiler/Beltheim und des TuS Horn haben dagegen richtig enttäuscht. Ellern hatte nach einer verkorksten Vorsaison große Ambitionen, doch bereits am ersten Spieltag beim 3:4 gegen die SG Sargenroth/Unzenberg II gab es die erste Enttäuschung. Weitere folgten, Ellern ist von der B-Klasse meilenweit entfernt. Das gleiche gilt für Frankweiler: Das Team von Frank Pies wollte nach der Verpflichtung der Stürmer Konstantin Dick (kam von A-Klässler Unterkülztal) und Marc Morin (von B-Ligist Vorder-hunsrück) in die Spitzengruppe, als Tabellendrittletzter hat man die gesteckten Ziele bereits zur Winterpause verfehlt. Der TuS Horn verkraftete den Aderlass zu Saisonbeginn (unter anderem ging Kapitän Sebastian Friedrich zu Bezirksligist SG Argenthal/Mörschbach) nie und kassierte in zwölf Spielen zehn Pleiten. Für die Reservevertretungen der SG Buch/Bell II, der SG Sargenroth/Unzenberg II und der Sportfreunde Mastershausen II gilt indes: Dabei sein in der C Hunsrück ist alles. Das Trio hat sich bisher ordentlich geschlagen und ist keineswegs nur Kanonenfutter für die Topteams der Klasse.

Quelle: RZ Online, Sport, Regionales

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